Beide sind moderne Webformate
WebP und AVIF können Fotos komprimieren, Transparenz speichern und klassische Formate im Web ergänzen oder ersetzen. AVIF basiert auf Technologien aus dem AV1-Videocodec. WebP ist seit längerem etabliert und in vielen Werkzeugen sehr direkt verfügbar.
| Kriterium | WebP | AVIF |
|---|---|---|
| Dateigrösse | Sehr gut | Bei vielen Motiven hervorragend |
| Encoding | Meist schnell | Kann deutlich langsamer sein |
| Transparenz | Ja | Ja |
| Tool-Unterstützung | Sehr breit | Wächst |
| Praktischer Workflow | Einfach | Mehr Testaufwand möglich |
Wo AVIF stark ist
Bei Fotos und niedrigen Bitraten kann AVIF sehr kleine Dateien mit guter wahrgenommener Qualität erzeugen. Das macht es interessant für grosse Bildarchive, Publishing-Plattformen und automatisierte Pipelines, in denen zusätzliche Encoding-Zeit weniger stört.
Wo WebP praktisch bleibt
WebP lässt sich im Browser schnell erzeugen, wird von vielen Content-Systemen verarbeitet und bietet verlässliche Ergebnisse für Fotos, Grafiken und Alpha-Kanäle. Wenn ein Team eine einfache, schnelle und gut vorhersehbare Exportkette braucht, ist WebP häufig der pragmatischere Standard.
Qualität nicht nach Dateiendung beurteilen
Encoder, Einstellungen und Motiv beeinflussen das Resultat mindestens genauso stark wie das Format. Ein schlecht eingestelltes AVIF kann schlechter aussehen als ein gutes WebP – und umgekehrt. Teste reale Bilder: Gesichter, feine Muster, Verläufe, Text und Transparenz.
Pragmatische Empfehlung: Nutze WebP als unkomplizierten Standard. Prüfe AVIF zusätzlich, wenn maximale Einsparung bei grossen Bildmengen die höhere Komplexität rechtfertigt.
Kann man beide ausliefern?
Mit dem HTML-Element picture lassen sich mehrere Formate anbieten. Der Browser wählt die erste unterstützte Quelle. Das erhöht jedoch Speicher-, Build- und Testaufwand. Für kleine Websites ist ein sauberer WebP-Workflow oft wirkungsvoller als eine komplexe Pipeline, die später niemand pflegt.